Hamburg: 82. Deutsches Springderby

Erschienen am 04.06.2011

Schwedenpower erobert mit Holsteiner Hengst Global Champions Tour in Hamburg

Der in Breitenburg trainierende Schwede Rolf Göran Bentsson - hier mit Quintero la Silla, hat den Großen Preis von Hamburg, die Qualifiakation der Global Champion Tour mit einer Siegprämie von 95.000 Euro gewonnen. Foto: Jutta WegoHamburg - "Irgendwie" war es auch ein norddeutscher Erfolg, was der Jubel von rund 17.000 Zuschauern rund um den altehrwürdigen Derby-Platz in Hamburg unterstrich: Rolf-Göran Bengtsson - Schwede mit Wohnsitz in Breitenburg - hat mit dem Holsteiner Hengst Casall La Silla die Global Champions Tour im Großen Preis von Hamburg gewonnen. Die mit 285.000 Euro dotierte schwere Prüfung mit zwei Umläufen und Stechen in Hamburg ist die einzige deutsche Station der internationalen Springsportserie.
Der Sieg war für Bengtsson immerhin 95.000 Euro wert und katapultierte den Reiter auf Platz sieben des Rankings nach der dritten Station. "Da kann ich ja noch weitermachen", kommentierte der Schwede trocken. Platz zwei ging an Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und den niederländischen Hengst Chaman. Der Springreiter rangiert nach diesem Erfolg auf Platz zwei des Rankings. Die Pole-Position verteidigt nach wie vor Affonso Alvaro Miranda de Neto (Brasilien), der mit Ashleigh Drossel Dan den Auftakt in Doha gewann. Riesenjubel gab es auch für die beiden fehlerfreien Runden von Mannschafts-Weltmeisterin Janne Friederike Meyer aus Schenefeld mit Cellagon Lambrasco, die sich nach dem Stechen tüchtig über Platz drei freuen durfte und dieser Freude auch unumwunden "Luft machte". Das Ergebnis im Mercedes-Benz Championat am Donnerstag sorgte noch nicht für große Begeisterung bei der smarten Amazone, umso zufriedener war die 30-jährige nach der Global Champions Tour-Prüfung. Nur diese drei Reiter waren in den schweren Kursen ohne Fehler geblieben und machten das Stechen unter sich aus.
 
Kónnichi wá - Erster japanischer Sieg im LGT Speed-Derby
Er ist im "Busch" zuhause, war überhaupt zum ersten Mal in Hamburgs Derby-Park und sauste der Springreiterkonkurrenz im LGT Speed-Derby mit User Friendly einfach davon: Yoshiaki Oiwa, japanischer Vielseitigkeitsreiter, der beim deutschen Kaderreiter Dirk Schrade trainiert. In sagenhaft flotten 94,10 Sekunden preschte das Duo über den Kurs und ließ die Kollegen deutlich langsamer aussehen. Shane Breen aus Irland belegte mit Magic Fox Platz zwei, Mario Stevens aus Molbergen wurden als bester Deutscher mit D`Avignon Dritter. Wer in der Nähe des Derby-Parks spazieren ging, war schon akustische stets auf dem Laufenden, denn die Zuschauer feuerten jeden Teilnehmer unglaublich an und entwickelten dabei so viel Lautstärke und Temperament, dass schon um die Stabilität der Tribüne "gebangt" wurde.
 
Erster Streich - Kathleen Keller gewinnt U25 Tour
Den ersten Pferdewechsel hat sie mit Bravour gemeistert - Kathleen Keller aus Harsefeld gewann das U25-Finale im Pferdewechsel mit insgesamt 3875 Punkten vor Vera Nass und Theresa Wahler (beide Bad Bevensen). Das Damen-Trio zeigte feinen Sport und sorgte nicht zuletzt dafür, dass insgesamt 2000 Zuschauer Lust auf noch mehr Derby-Feeling bekamen. Das gibt es am Sonntag gleich noch zweimal, denn morgens startet die jüngste Generation ins Deutsche Pony-Dressur-Derby, gleich danach folgt das 53. Deutsche Dressur-Derby mit Anabel Balkenhol (Rosendahl), Kathleen Keller (Harsefeld) und der Norwegerin Lillann Jebsen. Die 23-jährige, die aus Oslo kommt, in Dänemark beim Ausbilder Hasse Hoffmann trainiert und Teil der norwegischen Equipe bei den Weltreiterspielen war, freute sich unbändig über die Chance, im Finale zu starten. Weil sie mit dem US-Amerikaner Günter Seidel im Grand Prix gleich platziert war, beide unbedingt das Derby bestreiten wollten, mußte der Organisationsleiter Dressur, Stephan Hellwig, losen - der Münzwurf entschied zugunsten Jebsens. "Hasse Hoffmann wollte immer mal das Deutsche Dressur-Derby reiten, er hat mir erzählt, dass das sein Traum war - und ich darf es jetzt.. Das ist so aufregend." Übrigens, dass Lillann Jebsen Dressur reitet, ist dem Umstand zu verdanken, dass ihre Mutter der Tochter das Versprechen abnahm, auf keinen Fall zu springen...

Warenkorb

Sie haben 0 Artikel in Ihrem Warenkorb

Warenkorbwert: 0,00€