Gerhard Lüdke lebt nicht mehr
Erschienen am 15.05.2014
Er gehörte zu den Pionieren des Pferdesports in Demmin. Am 5. Mai ist der einstige erfolgreiche Dressurreiter und gefragte Ausbilder Gerhard Lüdke im 78. Lebensjahr gestorben.
Pferdesport war viele Jahrzehnte eine Institution in der ehemaligen Garnisons- und Hansestadt Demmin. Seit den 1950er Jahren gehörte Gerhard Lüdke, später auch seine Ehefrau Karin, zu den Demminer Erfolgsreitern, die sich in erster Linie dem Dressursport verschrieben hatten. Der Kavallerist Franz Pernack war einer ihrer ersten Ausbilder.
Gerhard Lüdke, schon mit sehr starker Brille, bei einer Siegerehrung einer seiner letzten Dressurprüfungen. Foto: Jutta Wego
Pernack formte weitere Erfolgsreiter wie den Goldschmiedemeisters Hans Plog, auf dessen Grundstück der Reitstützpunkt eingerichtet wurde, dessen Sohn Peter Plog, Fritz Joseph, Knut Engel, Fred Narloch, Jürgen Streitz und andere, die damals wegen ihrer Erfolge DDR-weit bekannt waren. Hans Plog wurde mit dem unvergessenen Fuchswallach Achat DDR-Dressurmeister in der Allgemeinen Klasse, Gerhard Lüdke gehörte zum Demminer Dressurteam, das in den 1960er Jahren DDR-Vizemeister wurde.
Nach 1990 hatten Gerhard Lüdke, trotz extrem zunehmender Sehschwäche, und seine Frau Karin, eine bis heute gefragte Turnierrichterin, den Hauptanteil daran, dass der Pferdesport in Demmin erhalten werden konnte. Beide mobilisierten Menschen, Betriebe und die Demminer Stadtvertreter, die ihnen in der politischen Umbruchphase zur Seite standen. Die Organisation der jährlichen Maiturniere lag in erster Linie in ihrer Hand. Beide waren im April 2002 auch die Hauptorganisatoren der Feierlichkeiten mit Dampferfahrt zum 50-jährigen Vereinsjubiläum.
Wenn es zuletzt auch ruhig wurde um Gerhard Lüdke, weil er von Krankheit gezeichnet war, so werden sich doch viele Pferdefreunde, vor allem aus dem Territorium des ehemaligen Bezirk Neubrandenburg, seiner erinnern. Gerhard Lüdke war stets ein Vorbild für die junge Generation. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. (FW)