Dabel: Pokalfinale der Zweispännerfahrer
Erschienen am 18.03.2013
Manfred Groth und Mathias Engelhard holten sich die "Töppe"
Dabel - Zwei Tage stand die Reithalle von Helmut Deutschkämer in Dabel am 16. und 17. März im Zeichen des Fahrsports. Am 1. Tag wurden im Rahmen von WBO-Wettbewerben für die Ein-, Zwei- und Vierspänner des Kreises Ludwigslust-Parchim Kreismeister ermittelt. Am 2. Tag gab es Kombinierte Hindernisprüfungen der Klasse M mit je zwei Umläufe, bei denen es für die Zweispännerfahrer bei Ponys und Pferden im Finale des Hallencups der MV-Fahrer um die begehrten Pokale ging.
Der 16-jährige Mathias Wolf aus Muchow begeisterte einmal mehr, gewann in Dabel die Vierspännerkonkurenz der Ponys und wurde in gemeinsamer Konkurrenz mit Großpferdegespannen Kreismeister der Vierspänner im Kreis Ludwigslust-Parchim. Foto: Jutta Wego
Nach den Turnieren in Alt Sammit, Redefin und Dabel hat Manfred Groth (Alt Meteln) mit seinen Haflingern Bille und Bonny die meisten Punkte gesammelt. Damit holte sich der 56-Jährige erstmals den Hallenpokal der Pony-Zweispänner. Bei den Pferden fing Mathias Engelhard (Siggelkow) mit rasanten Fahrten in Dabel den bis dahin führenden Christian Hornung-Petit aus Woldegk noch ab und holte sich verdient die Pokaltrophäe bei den Pferde-Zweispännern.
Mit vier rasanten Runden holte sich Mathias Engelhard aus Siggelkow den ersten und zweiten Platz bei den Zweispännern und gewann damit den Hallenpokal der Großpferde-Zweispänner. Verbandsgeschäftsführer Hans-Joachim Begall, Richter Dieter Schulz und Axel Schmicker vom Veranstalter gratulieren. Foto: Jutta Wego
In Dabel war der 35-Jährige der Konkurrenz weit überlegen. Obwohl er mit Ramira und Ronja, die sonst von seinem älteren Bruder Steffen gefahren werden, der sich vor dem Turnier im Urlaub befand, in beiden Umläufen je einen Kegelfehler hatte, siegte der für Kladrum fahrende Mathias Engelhard mit einer Gesamtzeit von 175,78 Sekunden. Mit seinem eigenen Gespann (Alena und Makra) hatte er noch einen Kegelfehler mehr und dennoch wurde er mit 192,29 Sekunden auch Zweiter. Mit 208,13 Sekunden wurde Hartmut Priestaff (Bollewick), der nur einen Ball traf, Dritter.
Manfred Groth aus Alt Meteln wurde Pokalsieger im Mecklenburger Fahrercup der Pony-Zweispänner. Hans-Joachim Begall, Turnierleiter Helmut Deutschkämer und sein Mitstreiter Axel Schmicker gratulieren. Foto: Jutta Wego
Die Ponykonkurrenz gewann der Poeler Rüdiger Schulz (Neuhof). Mit den erfahrenen Ponys Kalina und Fugetsch hatte der 44-Jährige zwar insgesamt drei Kegelfehler. Mit 179,64 Sekunden holte er sich dennoch die goldene Siegerschleife vor Stefan Rickel (Kakerbeck/SA) mit Dover und Folker (192,24). Nachwuchsfahrer Felix Dallmann aus Friedland wurde mit Benita und Nerzhof Tamina Dritter (209,77).
Einen sehr guten Tag erwischte der 62-jährige Timmendorfer Geoerg Plath in Dabel, der die Vierspännerprüfung der Großpferde gewann. Foto: Jutta Wego
Bei den Vierspännern richteten sich die Blicke zunächst auf Mathias Wolf. Der 16-Jährige aus Muchow bei Neustadt-Glewe, der aus einer begeisterten Fahrerfamilie stammt, hatte mit seinem Schimmelponys zuletzt mehrfach für Aufsehen gesorgt und etliche Fahrer mit Großpferden blass aussehen lassen. Auch in Dabel liefen seine Shetlandponys Carina, Carino, Leo und Sanette, die alle miteinander verwandt sind, wie an der Schnur gezogen. Zwar konnte auch "Matze" einen Kegelfehler im 2. Umlauf nicht verhindern. Mit 216,54 Sekunden fuhr er aber wie schon am 2. März in Redefin einen klaren Sieg heraus und verwies den erfahrenen Rüdiger Schulz (256,23) und Stefan Rickel (305,41) auf die Plätze zwei und drei.
Rüdiger Schulz aus Neuhof (Poel) gewann das Zweispännerfahren der Ponys und wurde bei den Vierspännern Zweiter. Foto: Jutta Wego
Bei den Pferden sah es schon in der 1. Runde nach einem Sieg des Poelers Georg Plath aus. Auch im 2. Umlauf behielt der 62-Jährige die Nerven, nahm die kürzesten Wege, benötigte bei einem Kegelfehler 239,48 Sekunden und siegte mit den Pferden Ulana, Unika, Admiral und Pauli. Hausherr Helmut Deutschkämer wurden mit großem Abstand (290,63 Sekunden bei drei Kegelfehler) Zweiter und der 3. Platz ging mit 295,41 Sekunden nach Kladrum an Fred Dittberner, der sechs Kegelfehler hatte.
Auch einspännig wurde in Klasse M gefahren. Hier gab es einen Gastgebersieg durch Helmut Deuschkämer, der Pia angespannt hatte und in den beiden Umläufen insgesamt 192,67 Sekunden benötigte. Reinhard Dahlwitz (Zwei Eichen) wurde mit Rocky F Zweiter (198,44) und knapp dahinter reihte sich mit 199,69 Sekunden Georg Plath mit Banno Cobra ein.
In der Kreismeisterschaft am Tag zuvor gingen die Titel bei den Einspännern an Helmut Deutschkämer bei den Einspännern. Den Zweispännertitel holte sich der Siggelkower Klaus Engelhard. Mathias Wolf fuhr auch hier in der gemeinsamen Wertung mit Großpferden einen klaren Sieg heraus und wurde Kreismeister der Vierspännerfahrer. (Franz Wego)