Vierspännertitel für Fred Dittberner und Mathias Wolf
Erschienen am 06.05.2015
Blievenstorf - "Wir haben wieder ein sehr gut organisiertes und mit Topbedingungen ausgestattetes S-Fahrturnier in Blievenstorf erlebt, das lediglich einige Teilnehmer mehr verdient gehabt hätte", sagte Mario Schildt aus Nieköhr, der selbst Pechvogel des Turniers war.
Was war geschehen? Nach einer ordentlichen Dressur mit 61,914 Prozent wuchs Mario im S-Parcours zwischen den Kegeln über sich hinaus und lieferte nicht nur die mit Abstand beste Zeit, sondern sammelte mit 11,01 auch die deutlich geringsten Strafpunkte. Im Gelände sah es mit den Pferden Lexus, Korn, Lauris und Lauda bis zum letzten Hindernis nach einem weiteren deutlichen Sieg aus. Doch dann hatte der 36 Jährige plötzlich ein Blackout und durchfuhr Teil B von der falschen Seite. Das bedeutete Ausschluss von der Einzel und Gesamtwertung und das Aus vom Traum des ersten Sieg in einer S-Kombi.
Der 47-jährige Fred Dittberner (hier auf dem Dressurviereck in Blievenstorf) holte sich in der S-Kombi von Blievenstorf auf Rang 4 eine Platzierung und zugleich als bester MV-Fahrer den Landesmeistertitel.
Foto: Jutta Wego
Anders verlief die Prüfung für Mareike Harm aus Bad Segeberg, die zum deutschen Bundeskader gehört. Zwar gab es Probleme mit den Vorderpferden, dennoch setzten die Richter sie auf Platz eins in der Dressur. Im Hindernisfahren sammelte sie 13,79 Strafpunkte und aus dem Gelände kam sie an Stelle von Schildt als Siegerin. 150,01 Strafpunkten in der Summe bedeuteten den klaren Sieg in der S-Kombi. Mit 210,54 Punkten wurde Dr. Peter Maas aus Ziethen Zweiter vor dem Schweizer Gastfahrer Franz Schnider (-214,48) und dem zweiten MV-Gespann, Fred Dittberner aus Kladrum, der mit 219,92 Punkten dicht am 2. Platz dran war. Der 47-Jährige durfte sich über den Landesmeistertitel freuen.
Große Freude herrschte vor allem beim Gastgeber, dem Lewitzer FRV, nicht nur über die gewonnene Landesmeisterschaft. Der 18-jährige Mathias Wolf hat mit seinen M-Ponys auch die S-Kombi der Vierspänner gewonnen. Den Grundstein legte er mit den Ponys Sanette, Rocky, Carino und Carina bereits in der Dressur, die er mit 69,500 Prozent gewann. Das zweite MV-Gespann, Rüdiger Schulz (Neuhof) wurde mit 64,250 Prozent hinter Thomas Bär (Wenigenauma) und Nicky Paluszek (Panitsch) Vierter.
Nach seinem Hallentitel in Redefin holte sich der 18-jährige Mathias Wolf auch die Landesmeisterschärpe mit dem Kombi-Sieg in Klasse S im Freien. Foto: Jutta Wego
Im Hindernisfahren hielt sich die Strafpunktsumme von 4,33 für Mathias Wolf ebenfalls in Grenzen, was zum 2. Platz reichte. Sieger mit 0,26 Zeitstrafpunkten wurde Sascha Zimmermann aus Beuster. Rüdiger Schulz (10,36 Pkt.) wurde erneut Vierter. Im Hindernisfahren ließ Mathias Wolf seine Fahrergene, die er von Opa Heinrich und Vater Thomas geerbt hat, erneut erkenne. Auch diese Teilprüfung gewann er mit 45,76 Punkten vor Thomas Bär (48,14) und Rüdiger Schulz (49,73). In der S-Kombi führte das zu einem klaren Sieg (98,89 Punkte) vor Thomas Bär (109,37) und Sascha Zimmermann aus Beuster 115,90). Rüdiger Schulz wurde mit 117,29 Punkten Vierter und in der Landesmeisterschaft Vizemeister.
In der S-Klasse der Zweispänner waren mit Hans-Georg Schröder (Anklam) und Erhard Schildt (Niekör) ebenfalls nur zwei MV-Gespanne am Start, die sich angesichts des starken Teilnehmerfeldes nicht im Vorderfeld behaupten konnten. Arndt Lörcher, Sebastian Warneck (Dabendorf) und der Pole Przemyslaw Sroka machten den Wettkampf unter sich aus. Sroka, Angestellter im Stall von Warnecks Vater, Dr. Reinhard Töpel, lag nach Dressur und Gelände vorn, musste sich aber mit 18,07 Punkten im Hindernisfahren am Ende mit Platz vier zufrieden geben. Lörcher und Warneck waren je mit zwei Gespannen am Start. Den Gesamtsieg fuhr Lörcher mit den Pferden Dinand und Vernand ein, mit seinem zweiten Gespann (Charmonie V, Zilverschoon und Bourdon) gewann er die Dressur und war am Ende Dritter. Platz zwei in der "Kombi" ging an Sebastian Warneck mit den Pferden Bento, Beat me Okydo und Balos, mit seinem zweiten Gespann rangierte der 32-jährige an fünfter Stelle. Den Marathon gewann Steffen Gerber aus Steckby.
Pechvogel des Turniers war Mario Schildt, der das Hindernisfahren gewann, in der Dressur Dritter wurde und im Gelände nach schnellen Zeiten am letzten Hindernis ausschied. Foto: Jutta Wego
Bei den Pony-Zweispännern, die ebenfalls in Klasse S fuhren, lieferte Thomas Wolf, Vater des Vierspänner Siegers, auf dem 7. Platz unter 16 Gespannen das beste MV-Ergebnis. Felix Dallmann (Friedland), Anja Krüger (Katzow) und Daniel Fritz (Altkalen) belegten die Ränge 9,10 und 11. Am Ende rangierte der Darguner Henry Fritz.
Der Sieg ging mit 117,52 Punkten nach Halle-Seeben an Thomas Schuppert, der die Dressur gewann und im Gelände Dritter wurde. Jan Schuster aus Beuster, der das Hindernisfahren gewann, folgte ihm mit 125,68 Punkten auf dem 2. Platz. Steve Jauer aus Sonnewalde wurde mit 126,47 Punkten Dritter. Der 25-jährige Brandenburger belegte im Gelände die Plätze eins und zwei. Hier konnte auch Felix Dallmann auf dem 4. Platz sein fahrerisches Können zeigen. Im Hindernisfahren holte Anja Krüger auf Rang 4 eine Einzelplatzierung. (FW)