Rehna: Bericht vom Springturnier (11.-13.06.2010)
Erschienen am 14.06.2010
Thomas Kleis gewann Großen Preis in Rehna
Beim traditionellen Sommerturnier des Reit- und Fahrverein Gadebusch, diesmal vom 11.-13. Juni, gab es erneut ein Zwei-Sterne-Springen Klasse S.
Rehna. Der Ausgang des Zwei-Sterne-Springens, dem Großen Preis, war so recht nach dem Geschmack der Fans des Veranstalters. Thomas Kleis reitet zwar nicht für den Verein, ist durch seine Lebenspartnerin Birthe Makowei aber auf engste mit Gadebusch verbunden. Sieben Reiter-Pferd-Paare zogen in die Siegerrunde ein. Thorsten Wittenberg (Böbs) lieferte die erste fehlerfreie Runde in 43,09 Sekunden auf dem Cassini I-Wallach Connaught. Diese Zeit war zu unterbieten, man musste aber fehlerfrei bleiben. Das gelang schließlich nur Thomas Kleis mit seinem Derbypferd Carassina, die die 40-Sekunden-Marke unterbot (39,52). Schneller war Christoph Lanske (Dersekow/Stall Vineta) auf der Coriano-Stute Coriano’s Chiavenna dabei. Mehr als drei Sekunden nahm er dem Derbysieger von 2009 ab, am letzten Sprung fehlte aber die Höhe, es gab einen Abwurf und am Ende Platz drei. Auch Heiko Schmidt war am Sonntag dabei, hatte mit der Cellestial-Stute Carmina in der Siegerrunde einen Abwurf und wurde Vierter.
Im S-Springen am Samstag führte Juliane Weihs (Grevesmühlen) die Ehrenrunde auf der Schimmelstute Atlantis Z an. Hinter Jan Grochowski
(Hagen) wurde Matthias Granzow (Passin), der sich während des Turniers einen Finger brach, auf dem Mecklenburger Hengst Carlo Dritter. Immer sicherer in S-Springen wird Nachwuchsreiterin Monique Schröder (Passin) die auf Calimero Rang 4 belegte. Am Sonntag gehörte sie zu den Teilnehmern der Siegerrunde, hatte hier aber mehrere Fehler und wurde Siebte.
Vor dem Großen Preis gab es am Sonntag ein Zwei-Sterne M-Springen. Auch hier siegte Thomas Kleis in der stärkeren Abteilung, diesmal auf der siebenjährigen Quidam’s Rubin-Stute Questa Vittoria. Auf Quanto Fino wurde er Vierter. Dazwischen schoben sich Heiko Schmidt mit Carmina und Jörg Möller (Garlitz) mit Allright. Der Sieger der 1. Abteilung ritt schneller. Benny Ansorge, eine Woche zuvor in Schwanheide schon Sieger im BC-Cup, holte sich die gelbe Schleife auf Undy vor Ralf Schneider (Klockenhagen) auf
Rabea und André Plath (Poel) auf Con Caprice.
Am Samstag im Ein-Sterne M-Springen gab es die gleiche Prüfungsteilung und dieselben Sieger. Thomas Kleis verwies mit Questa Vittoria Juliane Weihs und Tuja auf Rang 2. Benny Ansorge und Undy blieben Sieger vor Anika Nossol (Ahrensburg) auf Come on Brownie und Ralf Schneider auf Bomba.
Im M-Springen für Nachwuchsreiter ließen Christoph Lanske und Coriano’s Chiavenna der Konkurrenz keine Chance. Theresa Beste (Passin) auf Con La Capri, Philipp Makowei (Gadebusch) auf Lando-Lindo und Lars Köhler (Ranzow) auf Charmant folgten ihm auf der Ehrenrunde. Das M-Punktespringen gewann die Schwedin Johanna Merlin (Garlitz) auf Candora vor André Plath auf Chantal und Michael Nagel (Gadebusch) auf Balouna Windana.
Einen doppelten Triumph feierten die Gastgeber mit ihren zahlreichen starken Reitern im Mannschaftsspringen Klasse L. Michael Nagel, Lydia Lienshöft, Franziska Herzog und Philipp Makowei siegten vor ihren Teamkollegen Andreas Meyer, Jan Merten, Hans-Peter Grewe und Christian Drews. Melanie Frohriep holte mit der unverwüstlichen Lateiner-Stute Larissa ein weiteres L-Springen nach Gadebusch. In zwei weiteren wurden die Gadebuscher Philipp Makowei auf Quick Silverstar und Nico Krause auf Eira Zweite hinter Juliane Wehs auf Cissuri Te Pai und Marie Kirchner (Eldena) auf Pony Fira.
Hanna Nagel saß im Stilspringen Klasse A auf Larissa und gewann mit 7,9 die 2. Abteilung. Die 1. Abteilung ging nach Poel an Luisa Blach auf Glenn Loredo. Im Stilspringen der Klasse E freute sich Friederike Bathmann (Carolinenhof) über den 1. und 2. Platz auf Speedy und Tibaldi. Ihre Schwester Julia gewann den Führzügelwettbewerb.
Am Freitag zu den Springpferdeprüfungen stattete auch Holger Wulschner (Groß Viegeln) dem Turnier einen Besuch
ab. Hoch dekoriert verließ er den Ort des Geschehens. Auf dem fünfjährigen Capeau Claque G hatte er in Klasse L mit 8,8 die höchste Tageswertnote. Michael Nagel folgte auf der D’Olympic-Stute Dyleen mit Wertnote 8,5. Die Abteilung der Sechsjährigen gewann Ronny Sauer (Lübz) mit Wertnote 8,6 auf Nom de Guerre. Es gab auf Rang 2 zweimal 8,4 für Thomas Kleis auf Quax und Maik Junghänel (Schönebeck) auf Can fly.
In Klasse M ging der Sieg mit 8,5 an den bereits für das Bundeschampionat qualifizierten Contendo II-Sohn Conlander mit Jörg Möller im Sattel. Platz eins bis drei ging in der 2. Abteilung der Springpferdeprüfung Klasse A an den Stall Wulschner: Der Chef selbst siegte mit 8,4 auf Quirinus G und wurde mit 7,9 auf Clintaro Zweiter. Dritter wurde Felix Ewald mit Wertnote 7,7 auf Vivien. Die 1. Abteilung gewann Örja Larsson (Stall Auge) auf Contherana (7,8). 30 Mal stand in den Ergebnissen der Springpferdeprüfungen eine Wertnote von 8,0 und besser. Das spricht für die Qualität der Pferde, die in Rehna am Start waren. (FW)