Aachen: Totilas erzielt dritten Sieg

Erschienen am 17.07.2011

Matthias Alexander Rath sieg auch in der Grand Prix Kür, vor dem Amerikaner Steffen Peters

Er siegt und siegt - Totilas und Alexander Rath kann im Moment keiner besiegen."Ich freue mich riesig, hier vor ausverkauftem Haus dreimal gewinnen zu können", begeisterte sich Matthias Alexander Rath nach seinem Ritt auf Totilas im "Deutsche Bank Preis", dem Großen Dressurpreis von Aachen. "Nun fahren wir mit einem guten Gefühl nach Hause und trainieren drei bis vier Wochen in Ruhe und aller Konzentration." Totilas und Matthias Alexander Rath erzielten 82,825 Prozent und setzen sich damit knapp an die Spitze. Ein Fehler in den Zweierfehler kostete Punkte in der eigens für Totilas konzipierten Kür, die der DJ und Produzent Paul van Dyk instrumentalisiert hat.
 
Das Publikum feierte auch den Amerikaner Steffen Peters. Der 2009er Sieger im Deutsche Bank Preis erhielt für seine Vorstellung auf dem 13-jährigen KWPN-Wallach Ravel 82,00 Prozent. "Das ist schon ein Traum, so dicht an Totilas ranzukommen. Für mich war es eine Riesensache hier, das Publikum ging so mit und stand hinter Ravel, das war ein fantastisches Erlebnis und ein krönender Abschluss einer tollen Zeit in Aachen. Ravel ging hier eine super Kür, hat sich nur einmal etwas vor den Kameras erschrocken, aber sonst hat alles toll geklappt", berichtete Peters, der im kalifornischen San Diego einen Dressurstall führt.
 
Mit ihrem Weltcup-Sieger Jerich Parzival gelangte die Niederländerin Adelinde Cornelissen mit 81,775 Prozent auf den dritten Platz. Das Paar musste Fehler verbuchen, zweimal galoppierte der Fuchs in der Traversale an, hatte seine Kür mit Schwierigkeiten gespickt wie einer Piaff-Pirouette mit Richtunsgwechsel.
 
Viel vorgenommen hatte sich die Britin Laura Bechtolsheimer. "Ich habe mir enorm viel Druck gemacht, denn ich wollte hier gewinnen", gab die Silbermedaillen-Gewinnerin der Weltmeisterschaft 2010 zu. "Aber irgendwann musste es mal passieren, dass es nicht so perfekt läuft wie vorgenommen. Das ist schade, aber jetzt bin ich ganz froh, dass es hier passiert ist und ich mich von nun an wieder auf mich konzentrieren kann. Ich habe mir einfach zu viel Druck gemacht", so Bechtolsheimer, die einige Fehler wie ein zweifaches Angaloppieren in der Trab-Verstärkung und Fehlern in der Einleitung zu den Einerwechseln verbuchen musste.
Hinter ihr platzierte sich Christoph Koschel (Hagen a.T.W.) mit Donnperignon, der für eine weitgehend fehlerfreie Vorstellung 79,7 Prozent erhielt.
 
Enttäuscht war Isabell Werth über die Bewertung ihres Rittes auf dem zehnjährigen Ehrentusch-Sohn El Santo NRW. Eine schwierige Kür zu brandneuer Musik von David Bowie mit einem Fehler durch einen guckenden "Ernie" vor der Pirouette wurde mit 78,725 Prozent bewertet - das bedeutete Platz 6.

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