13 Hengste in Redefin nachgekört
Erschienen am 09.02.2009
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Die erste Nachkörung des Jahres fand am 28. Januar im Landgestüt Redefin statt. Von 25 gemeldeten erschienen letztlich 22 Hengste. 13 erhielten ein positives Körurteil. Der Körkommission wurden 8 PKS-Hengste (1 Rhd-K, 6 Shet, 1 DPbShP) und 14 Warmbluthengste vorgestellt (3 Hann, 3 OS, 2 Meckl, 2 DtSP, 2 Old, 1 Westf, 1 Holst).
Thomas Zwick (Zarnekla) stellte einen Shetlandhengst v. Vitus von der Ostsee aus einer Moppel/Mozart-Stute aus. Der dreijährige Rappschecke aus der Zucht von Karl-Heinz Sühr (Neu Wendischthun) wurde gekört. Das trifft auch für den gleichaltrigen XENTE VAN TÂ’ HEUT zu, den sich Gisbert Koch (Setzin) in seine Station geholt hat. Der in Holland gezogene Fuchshengst v. Naikel van der Witte Maat muss sich nach den Zuchtbuchregeln noch einer Rassereinheitsprüfung unterziehen, weil er im Ausland gezogen wurde. "Das ist in diesem Fall aber nur eine Formsache", sagte Zuchtleiter Uwe Witt bei der Urteilsverkündung. In Rapptigerscheckung präsentierte sich der Pardbredhengst FRANKY, den Karl-Heinz Engel (Garbsen) als Züchter und Besitzer ausstellte. Mit 104 cm war der Flamenco/Madras-Sohn der Größte unter den "Kleinen" an diesem Tag und wurde ebenfalls gekört.
Von den 14 Warmbluthengsten wurden 10 gekört. Besonders bewegungsstark war ein dreijähriger San Remo/Rubin-Royal-Sohn, den Dr. Kristine Klieber (Meinersen) ausstellte. Das Landgestüt Redefin stellte einen von Peter Nagel-Tornau (Wrangels) gezogenen Levisto/Lennon-Sohn vor, der als Pachthengst die Station Kritzmow bereichern wird. Der großgewachsene Schimmel (171 cm) überzeugte am Sprung, was er bereits bei seinem 30-Tage-Test in Redefin tat, den er in der springbetonten Note mit 9,28 abschloss (Ges. 8,93; Dressurbetont 8,26).
Zwei Cellestial-Söhne bereichern das Erfolgskonto ihres Vaters. Seinem Vater sehr ähnlich sieht der bei Familie Banik (Bresch) aus einer Kolbold I/Mistral II-Stute gezogene Schimmel CENTIPEDE, der Sprünge wie an der Schnur gezogen mit brillanter Technik absolvierte. Den zweiten hat sich Heiko Schmidt (Neu Benthen) in den Stall geholt. Auch dieser aus einer Restorator/Adular-Mutter gezogene Hengst trägt die Schimmelfarbe und präsentierte viel Vermögen am Sprung.
Das meiste Vermögen an diesem Tag zeigte aber ein Fuchshengst, den Robert Bruhns als Züchter und Besitzer ausstellte. "Mein erster selbstgezogener Hengst", freute sich der Sarglebener. Sein französisches Blut v. Epson Gesmeray deutlich erkennen lassend, zeichnet sich der Fuchs zudem durch seine S-erfolgreiche Mutter Romy v. Rudelsburg/Kurioso aus. Auch Torsten Zellmer von Knobelsdorf (Hönow), der regelmäßig mit Hengsten in Redefin aufwartet, nahm einen Gekörten mit nach Hause. Sein dreijähriger Cafe au lait/Orlando-Sohn, der im fallenden Stamm den Vollblüter Modus xx enthält und besonders am Sprung überzeugte, trägt den Westfalenbrand.
Aus dem brandenburgischen Asendorf kommt Christiane Petersen, die bereits im letzten Jahr bei der Nachkörung in Redefin mit einem Lancado/ Campari M/ Blaubart xx-Sohn aufwartete, der gekört wurde. In diesem Jahr stellte sie seinen ausgesprochen typstarken Vollbruder aus, der die Kommission ebenfalls überzeugte. Gekört wurde zudem ein Class de Luxe/La Piko-Sohn, der bei Elisabeth Schütt (Selow) gezogen und von Iris Wulschner bereits nach Dubai verkauft wurde. Holger Wulschner, der den Vater La Piko kurzzeitig unter dem Sattel hatte, stellte ihn zur Körung vor.