Tentzerow - Stutenprüfung (07.08.2007)

Erschienen am 07.08.2007

Candida glänzte mit Wertnote 8,30
Im Feld geprüfte Stuten waren denen auf Station bei gemischter Prüfung in Tentzerow überlegen

Es stellt sich immer mehr heraus, dass Pferde, die bei gemischten Prüfungen im Feld geprüft werden, denen auf Station überlegen sind. Eine Tendenz, die sich seit zwei bis drei Jahren abzeichnet. Bei der letzten Veranlagungsprüfung in Tentzerow am 7. August wurde das besonders deutlich. Der Grund dürfte darin liegen, dass es im Land zunehmend Ausbildungsbetriebe gibt, denen die Pferdehalter vertrauen und ihre Pferde dorthin zur Ausbildung geben. Da sich auch die Förderung geändert hat und nun nur noch die Prüfstationen vom Land gefördert werden, wird dieser Trend weiter zunehmen und sich dem in den Regionen westlich der Elbe angleichen. Da sich das Richterteam auf den Stutenprüfungen nur aus drei bis vier erfahrenen Sachverständigen zusammensetzt, dürfte die Bewertung mit gleichem Augenmaß gesichert sein. Der Druck, der auf den Trainingsleitern liegt, die mit ihren Noten zum Teil erheblich über den Wertnoten der Sachverständigen liegen - was im Schnitt meist noch tolerierbar ist, bei einzelnen Pferden aber nicht - wird bei Feldprüfungen umgangen, deren Ergebnisse somit objektiver sind.
15 Pferde wurden in Tentzerow im Rahmen der Stationsprüfung geprüft, darunter eine dreijährige Haflingerstute und ein fünfjähriger im ZfdP-Verband eingetragener Reitponywallach. Unter den 13 Warmblutpferden befanden sich zehn Mecklenburger (acht Stuten und zwei Wallache) und je eine Brandenburger, Holsteiner und Stute des Oldenburger Springpferdeverbandes. Unter den acht Mecklenburger Stuten waren sechs Dreijährige. Sechs weitere dreijährige Stuten traten in Tentzerow im Rahmen der Feldprüfung an. Darunter vier Mecklenburger und je eine Oldenburger und Holsteiner Stute.
Das Durchschnittsergebnis lag bei den stationsgeprüften Pferden bei 7,32. Die sechs im Feld geprüften Stuten brachten es auf 7,86. Man muss an dieser Stelle dem Trainingsleiter Diethard Papendorf ausdrücklich ein Kompliment machen, der das vorher Gesagte etwas revidiert. Mit hohem Verantwortungsbewusstsein ging er an die Notenvergabe und lag sehr dicht sowohl an den Noten der Richter als auch an denen des Fremdreiters.
Das Freispringen (7,55 Station / 8,00 Feld) war auch in Tentzerow wieder die Schokoladenseite. 6,62/Trab, 6,90/Galopp und 7,02 /Schritt auf Station, standen im Feld 7,17/Trab, 7,71/Galopp und 7,33 im Schritt gegenüber. Insgesamt schlossen die Pferde auf Station die GGA mit 6,84 und die im Feld mit 7,40 ab.
Das überragende Pferd in Tentzerow war die dreijährige Mecklenburger Prämienanwärterin CANDIDA aus der Zucht von Ulrike Anders, Drosedow. Die im Feld geprüfte Stute von Casaretto/ D'Olympic/ Sonneball erwies sich als doppelt veranlagt, wobei das Springen mit 8,63 ihre Schokoladenseite ist. Aber auch in den GGA war sie allen anderen Pferden deutlich überlegen und schloss mit 7,83 Punkten ab. Das gute Gefühl des Fremdreiters, das der braunen Stute eine 8,5 bescherte, trug die Endnote auf 8,30. Bestes Pferd der Stationsprüfung war der Reitponywallach MAMBO NR FIVE. v. Monarch (Gerd Andresen, Handewitt/SH), der auf eine Endnote von 7,81 kam. 7,77 erreichte die beste dreijährige Mecklenburger Stute RHIANNON, eine Prämienanwärterin v. Radeberger/ Pagur, die Diethard Papendorf gezogen hat. Auch ihre Vorzüge liegen abstammungsgemäß am Sprung (8,38).
In der Feldprüfung gab es mit GOLDIE K v. Goldwing/ Moran (Herbert Kruse, Neuendorf) eine weitere Mecklenburger Prämienanwärterin, die mit 8,10 das «gut» überschritt. In den GGA mit 7,08 etwas schwach brillierte auch diese Stute mit 8,88 am Sprung und zog mit 8,5 in der Rittigkeit mit der Siegerin gleich.

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